Wie läuft die akademische Abschlussfeier ab?
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Nach dem Einzug der akademischen Funktionäre (Rektor/VizerektorIn, DekanIn/VizedekanIn, PromotorIn) in den Festsaal werden die AbsolventInnen gebeten, sich auf der Kanzel mit Namen, Studienrichtung und dem Titel ihrer Abschlussarbeit vorzustellen. Anschließend hält Rektor oder DekanIn eine Rede, die mit dem Ersuchen an den/die PromotorIn, die feierliche Zeremonie durchzuführen, ausklingt.
Der/diePromotorIn verliest den Gelöbnisteil der Promotions-, Sponsions- oder Bakkalaureatsabschlussfeierformel (in der Reihenfolge beginnend mit dem niedrigsten). Danach geht der/die SzepterträgerIn in die Mitte vor die Kanzel, die AbsolventInnen gehen einzeln zum/zur SzepterträgerIn und geloben durch Auflegen der Schwurfinger mit "Spondeo" bzw. "Ich gelobe".
Der/diePromotorIn verliest den Ernennungsteil der Formeln, anschließend erhalten die Graduierten die Urkunden. Der/diePromotorIn gratuliert gemeinsam mit dem Rektor oder DekanIn.
Einer der AbsolventInnen spricht die Dankesformel, "pro collato honore et dignitate gradus gratias innumeras agimus" (bei Promotion) bzw. „Im Namen aller Kandidatinnen und Kandidaten danke ich der Universität für den verliehenen Grad und ich verspreche, dass wir das abgelegte Gelöbnis Ernst nehmen und uns des akademischen Grades würdig erweisen werden“ (bei Sponsion)
Nach den Schlussworten des Rektors oder des/der DekanIn erfolgt der Auszug der akademischen Funktionäre. Die mit festlicher Musik umrahmte Feier ist beendet.
Wie lange dauert eine Akademische Abschlussfeier?
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Die Feier dauert zwischen 30 und 45 Minuten, die genaue Zeitspanne hängt von der Anzahl der teilnehmenden AbsolventInnen ab.
Wo findet die Feier statt?
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Die Feier findet im Großen Festsaal der Universität Wien statt. Dieser befindet sich im Hauptgebäude (Dr.-Karl-Lueger-Ring 1, 1010 Wien) im ersten Stock.
Zugang über Haupteingang und LINKE Seitenaule; Barrierefreier Zugang über rechten Seiteneingang (Audimaxgang) - Lift (siehe Zugangsplan linke Spalte)
Welche akademischen Funktionäre nehmen an einer Feier teil?
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An einer Promotion nehmen der Rektor bzw. VizerektorIn, DekanIn und PromotorIn teil, an einer Sponsion DekanIn und Promotorin und an einer Bakkalaureatsabschlussfeier entweder DekanIn und PromotorIn oder StudienprogrammleiterIn und PromotorIn.
Wie viele AbsolventInnen nehmen an einer Abschlussfeier teil?
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Die Anzahl der AbsolventInnen variiert zwischen den einzelnen Fakultäten. Im Regelfall nehmen an einer Abschlussfeier 20 bis 25 AbsolventInnen teil. Ausnahmen sind hier die Katholisch-Theologische Fakultät und die Evangelisch-Theologische Fakultät.
Sind die KandidatInnen für die Akademische Feier alle aus meiner Studienrichtung?
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Nur bei den Studienrichtungen Rechtswissenschaften, Ehrnährungswissenschaften, Pharmazie, Psychologie und Medizin haben alle AbsolventInnen auch tatsächlich das gleiche Studium abgeschlossen. Alle anderen Studienrichtungen sind ihrer Fakultät zugeordnet.
Ist der Ablauf der Akademischen Abschlussfeier für alle Fakultäten der Gleiche?
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Der Ablauf der Feier ist bei allen Fakultäten gleich, aber natürlich variiert der Inhalt und teilweise die Länge der Ansprachen. Auch die Dauer der Feier ist manchmal aufgrund dessen und aufgrund der unterschiedlichen Teilnehmerzahlen verschieden lang. Bei Promotionen sowie bei Feiern der Studienrichtung Pharmazie werden der Gelöbnisteil sowie die Ernennungsteil in lateinischer Sprache verlesen Bei Feiern der Medizinischen Universität Wien entfällt die persönliche Vorstellung am Beginn der Feier:
Was habe ich bei der Feier zu tun?
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Zu Beginn der Feier werden Sie aufgefordert, sich auf der Kanzel mit Ihrem Namen, Ihrer Studienrichtung und dem Thema Ihrer Abschlussarbeit vorzustellen.
Bei der Studienrichtung Rechtswissenschaft entfällt die Nennung der Studienrichtung und anstelle der Diplomarbeit stellen sich die KandidatInnen mit den Schwerpunktfächern vor, in denen sie ihre Seminararbeiten verfasst haben. Es steht Ihnen frei, nur die Fächer oder auch die Titel der Arbeiten zu nennen.
BachelorabsolventInnen, die zwei Abschlussarbeiten verfasst haben, können entweder nur einen Titel (da eine der Arbeiten meist umfangreicher ist) oder auch beide Titel nennen.
KandidatInnen, die ihre Abschlussarbeit in einer Fremdsprache verfasst haben werden gebeten, den Titel der Arbeit auch in deutscher Sprache zu nennen.
Nachdem der/die PromotorIn den Gelöbnisteil der Formel verlesen hat, gehen Sie einzeln (in Sitzreihenfolge) zum/zur SzepterträgerIn in die Mitte und legen durch Auflegen der Schwurfinger auf den Szepterkopf Ihr Gelöbnis mit „ich gelobe“ bzw. „spondeo“ ab.
Auch zur Rollenübergabe gehen die AbsolventInnen einzeln in die Mitte. Sie bekommen vom Promotor/der Promotorin Ihre Urkunde überreicht, anschließend gratulieren Ihnen noch Rektor/VizerektorIn und DekanIn. Danach gehen Sie wieder zu Ihrer Reihe zurück.
Sie erhalten aber vor Beginn der Feier im Rahmen der Vorbesprechung eine detaillierte Einweisung über den Ablauf.
Stimmt es, dass ich bei der Abschlussfeier ein Gelöbnis ablegen muss?
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Ja, ganz in historischer Tradition legen die KandidatInnen ein Gelöbnis (durch Auflegen der Schwurfinger auf den Szepterkopf) ab. Die Gelöbnisformeln, denen Sie mit „spondeo“ bei Ihrer Promotion und mit „ich gelobe“ bei Ihrer Sponsion bzw. Bakkalaureatsabschlussfeier zustimmen, sind je nach Fakultät unterschiedlich.
Beispiele:
Gelöbnisformel für das Magisterium der Philosophie:
Durch Ihre Studien und die vorgeschriebenen Prüfungen haben Sie die gesetzlich geforderten Bedingungen zum Erwerb des Magisteriums bzw. des Bakkalaureats in Ihrem Fach erfüllt. So haben wir Sie in diese festliche Versammlung eingeladen, um Ihnen den Grad einer Magistra, eines Magisters bzw. einer Bakkalaurea, eines Bakkalaureus zu verleihen. Vorher haben Sie zu geloben: Ich verspreche, der Universität, die mir den akademischen Grad verliehen hat, dauernd verbunden zu bleiben, und sie in der Erfüllung ihrer Aufgaben nach meinen Kräften zu unterstützen. Ich verspreche insbesondere, den Fortschritt der Wissenschaften auf dem Gebiete, auf dem mich der akademische Grad zur Berufsausübung berechtigt, aufmerksam zu verfolgen und mir insoweit anzueignen, als er für meine Berufsausübung von Bedeutung ist. Ich verspreche ferner, mein Urteil in wissenschaftlichen Fragen stets nach bestem Wissen und Gewissen ohne Rücksicht auf persönlichen Ehrgeiz oder Vorteil, oder andere außerwissenschaftliche Motive zu bilden. Ich verspreche endlich, in meiner Lebensführung alles zu unterlassen, was das Ansehen des mir verliehenen akademischen Grades schädigen könnte. Dies mögen Sie geloben!
Gelöbnisformel für das Magisterium der Naturwissenschaften:
Nach Absolvierung Ihres Diplomstudiums hat Sie die Universität in diese feierliche Versammlung eingeladen, um Ihnen den Grad einer Magistra bzw. eines Magisters der Naturwissenschaften zu verleihen. Aus diesem Anlass mögen Sie geloben, dass Sie sich durch Ihr künftiges Verhalten und Handeln im öffentlichen und privaten Bereich des Ihnen verliehenen akademischen Grades würdig erweisen werden. Sie geloben vor allem, das durch Ihr Studium erworbene Wissen im Dienste der Menschheit und unserer Umwelt einzusetzen und sich Ihr Urteil in wissenschaftlichen Fragen stets nach bestem Wissen und Gewissen ohne Rücksicht auf persönlichen Vorteil oder andere außerwissenschaftliche Motive zu bilden. Außerdem verpflichten Sie sich, den Fortschritt der Wissenschaften in Ihrem Fachgebiet aufmerksam zu verfolgen und sich die neuen Erkenntnisse laufend anzueignen. Schließlich ersuche ich Sie, dieser unserer Universität, von der Sie den akademischen Grad empfangen, dauernd verbunden zu bleiben und deren Ziele und Anliegen stets nach Kräften zu unterstützen. Dies mögen Sie feierlich geloben!