Dies academicus & Promotio sub auspiciis
Am „Dies academicus“ - dem Gründungstag der Universität Wien am 12. März - ehrt die Universität Wien herausragende Jungdoktor*innen mit der besonderen Promotion „Sub auspiciis“ des Bundespräsidenten.
Informationen für Absolvent*innen
Sobald der Antrag auf Durchführung einer Promotio sub auspiciis bewilligt wurde, wird das Veranstaltungsmanagement intern verständigt. Die Kontaktaufnahme mit den Absolvent*innen erfolgt spätestens im Jänner, sobald alle organisatorischen Details feststehen.
Termin & Ablauf
- Termin: jährlich im Rahmen des „Dies academicus“ am 12. März (sofern dieser auf einen Werktag fällt)
- Beginn: 11:00 Uhr (im Regelfall)
- Vorbesprechung: circa 1 Stunde vor Beginn
Achtung: Die Promotion kann im Rahmen eines größeren Festakts mit weiteren Ehrungen der Universität stattfinden.
Erforderliche Unterlagen
Folgende Dokumente werden vom Veranstaltungsmanagement benötigt:
- Lebenslauf (CV)
- Geburtsurkunde
- Abschlusszeugnis (inklusive Dissertationstitel)
- Portraitfoto (inklusive Copyright-Angabe)
- Offizieller Senatsbescheid
Erforderliche Informationen
Bitte geben Sie uns folgende Informationen bekannt:
- gewünschte*r Redner*in für die Laudatio
- Ihre gewünschte Urkundenvariante
- Ihre Ringgröße (der Ehrenring der Republik Österreich wird später im Zuge eines separaten Empfangs in der Hofburg überreicht)
Zum geschichtlichen Hintergrund
Bei der „promotio sub auspiciis imperatoris“ erhielt der Kandidat ein persönliches Geschenk des Kaisers (Kette, Medaillon, Ring). Das Geschenk bestand in der älteren Zeit bei der Promotion zum Bakkalaureus meist aus einer goldenen Kette, der bei der Promotion zum Magister ein Medaillon mit einem Bild des Kaisers beigefügt wurde.
1779 kommt dann erstmals der im 19. Jahrhundert gebräuchliche Brillantring mit den Initialen des Herrschers vor. Die Feier fand im Theatersaal des Akademischen Kollegs (Bäckerstraße) statt. Am Rednerpult war der Promotor, davor die beiden Promovenden, im Zentrum des Zuschauerraumes der Monarch, links der Universitätskanzler und der Rektor hinter einem Pedell mit Rektorsszepter.
Die "sub auspiciis" Promotionen nahmen von der seit 1623 von den Jesuiten geleiteten Artistenfakultät ihren Ausgang. Ihre Wurzeln liegen wohl in der seit Kaiser Friedrich III. vorgenommenen Dichterkrönungen einerseits, in den feierlichen Promotionen der Jesuiten andererseits. Die Promotion "sub auspiciis imperatoris" war eine spezifisch österreichische Einrichtung.
Franz Gall, Alma Mater Rudolphina, 1365-1965, (Wien 1965), S. 106-108.
„Sigillum Magnum“, das älteste Siegel der Universität Wien aus dem Jahr 1365
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